Judaica-Portal Berlin-Brandenburg ist online – Bibliotheken, Museen und Archive zugleich durchsuchen

Heute ist das Judaica-Portal Berlin-Brandenburg online gegangen. Zum Start werden die Katalogdaten der beteiligten Bibliotheken sowie die Fachdatenbank RAMBI – The Index of Articles on Jewish Studies der Israelischen Nationalbibliothek mit über 380.000 nachgewiesenen Fachartikeln zugänglich sein. Die Einbindung der Digitalen Sammlungen Judaica der UB Frankfurt am Main ist in Vorbereitung und wird in Kürze freigeschaltet. Sie stellt unter anderem den Nachweis von über 80.000 Artikeln aus deutsch-jüdischen Zeitschriften aus dem Fachportal Compact-Memory und etwa 15.000 Titeln aus der Freimann-Sammlung samt link zu den Digitalisaten zur Verfügung. Das Portal bietet mit der vereinfachten Suche, einer virtuellen hebräischen Tastatur und der Darstellung von Titeln in Originalschrift viele Funktionen, die die gezielte Recherche erleichtern. Weiterlesen

Relaunch des Onlineprojektes „Jüdische Friedhöfe in Brandenburg“ der Universität Potsdam

Wir alle kennen es aus dem digitalen Alltag: Die Internetseite einer Institution oder eines Unternehmens muss an die technischen Neuerungen angepasst werden. In einem Zug wird natürlich gleich das Corporate Design geändert – und schon sind sämtliche Unterseiten neu zu gestalten.
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Neue Publikation „Einführungen in die Materiellen Kulturen des Judentums“

Nathanael Riemer (Hg.): Einführungen in die Materiellen Kulturen des Judentums.

Wiesbaden 2016; Harrassowitz (Jüdische Kultur 31). 261 Seiten, 119 Abbildungen, Hardcover, 170×240 mm                                                                                                  ISBN 978-3-447-10608-5; E-Book: ISBN 978-3-447-19515-7    je € 29,80 (D)

Während den materiellen Kulturen seit einigen Jahren in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen große Beachtung zuteilwird, befindet sich die Erforschung der Dingwelten des Judentums noch in ihren Anfängen. Bislang standen überwiegend wertvolle Einzelstücke im Fokus, die eng an den Ritus gebunden sind.

Der Sammelband möchte durch den Ansatz der Materiellen Kulturen neue und umfassendere Zugänge zur jüdischen Kultur und Religion entwickeln. Seine Beiträge rücken vor allem die Alltagskultur der jüdischen Landbevölkerung Deutschlands in den Fokus, denn dort schlägt sich die von lokalen Traditionen geprägte Frömmigkeit am deutlichsten nieder. Nach Darstellungen über Handelswaren als Dinge des Erwerbslebens und die Materialität des jüdischen Hauses werden Aspekte der Ritualbäder (Mikwen) erörtert, die das jüdische Familienleben überhaupt erst ermöglichen. Bekanntere Objektgruppen des Ritus („Judaica“), besonders jedoch Thorawickelbänder (Mappot) binden Familie und Individuum in die Gemeinde ein. Die Dinge der Synagoge mit ihren bislang wenig untersuchten Genisot (Repositorien) sind religiös-soziokulturelle Erinnerungszeichen und machen historische Wandlungsprozesse greifbar. Dies gilt in besonderer Weise auch für jüdische Friedhöfe und ihre Grabsteine – keine anderen materiellen Zeugnisse jüdischen Lebens sind von so hohem Alter und in einer solchen Zahl auch nur annähernd erhalten.

Der Sammelband richtet sich in gleicher Weise an Forscher geisteswissenschaftlicher Disziplinen, Kulturmultiplikatoren und Studierende, die angeregt durch die medialen Umbrüche zunehmend nach Greifbarkeit und Konkretisierung theoretischen Wissens verlangen.

Weitere Informationen auf der Webseite des Harrassowitz Verlags

Graue Literatur in der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin

Die Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin sucht im Rahmen des DFG-Projekts
„Retrospektive Bestandsergänzung und Tiefenerschließung der Bestände zur bildenden und angewandten Kunst, visuellen und materiellen Kultur“ nach sogenannter grauer Literatur, d.h. Publikationen, die nicht im Buchhandel erscheinen.

Langfristiges Ziel des Projekts ist der Aufbau eines möglichst vollständigen
Bestandes an Ausstellungspublikationen zu jüdischen Themen.

Weitere Informationen finden Sie bitte in unser Brochüre „Graue Literatur in der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin“. Falls Sie Exemplare aus dem Bereich der grauen Literatur zu unserem Bestand beitragen können oder Hinweise haben, wenden Sie sich bitte an:

Lea Weik
Bibliothek/DFG-Projekt
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14
10969 Berlin
Tel.: +49 – (0)30-25993-451
E-Mail: l.weik@jmberlin.de

 

Neu: Ergänzungsfach „Jüdische Musikstudien“

Zum Wintersemester 2016/17 wird erstmals das Ergänzungsfach „Jüdische Musikstudien“ im Masterstudiengang „Musikforschung und Musikvermittlung“ der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) belegbar sein.

  • Wie war und ist jüdische Musik in unterschiedliche Kulturen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart eingebunden?
  • Wie ist jüdische Musik in immer wieder neu konstruierten Bildern und Vorstellungen sichtbar?
  • Auf welche Weise wird jüdische Musik überliefert, umgeformt und interpretiert?

Ziel des Ergänzungsfachs ist der Erwerb vertiefter Kenntnisse über Praxis und Ergebnisse bisheriger und aktueller Forschung im Bereich der jüdischen Musik sowie der Kompetenz zur selbstständigen musikwissenschaftlichen/-ethnologischen Bearbeitung von Themenfeldern, die die jüdische Musik betreffen. Aber auch die Konzeption, Organisation, Durchführung und Vermittlung künstlerisch-wissenschaftlicher Projekte zu jüdischer Musik u. v. m. sind Teil der Qualifikationsziele.

Weitere Informationen zum Studiengang, der Bewerbung und den Aufnahmebedingungen unter www.hmtm-hannover.de.

Kontakt:

Europäisches Zentrum für Jüdische Musik
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Direktorin Prof. Dr. Sarah M. Ross
Villa Seligmann
Hohenzollernstraße 39
30161 Hannover

www.ezjm.hmtm-hannover.de