Neue Publikation der Bet Tfila

In der vergangenen Woche ist der Band 7 der Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa erschienen.

Ole Harck

Archäologische Studien zum Judentum in der europäischen Antike und dem zentraleuropäischen Mittelalter
Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, Band 7
hg. von Aliza Cohen-Mushlin und Harmen H. Thies
21 x 26 cm, 656 Seiten, 195 Abbildungen, Hardcover
Petersberg: Imhof, 2014
ISBN: 978-3-7319-0078-8; 69,– €

In den Siedlungen und Städten der europäischen Antike und des zentraleuropäischen Mittelalters bildeten Juden eine Minderheit in der heidnischen bzw. christlichen Mehrheitsbevölkerung. Die meisten materiellen Zeugnisse jüdischen Lebens unterscheiden sich jedoch kaum von vergleichbaren archäologischen Funden. Allein die Kultbauten wie Synagogen und Ritualbäder weisen spezifisch andere Bauweisen auf. Bei den jüdischen Grabanlagen zeigen sich seit der Antike Eigenentwicklungen, die erst im Mittelalter abgeschlossen wurden. Darüber hinaus verwendeten die Juden einige wenige besonders gefertigte liturgische Geräte, deren Symbole und hebräische Inschriften sie als jüdische Ritualobjekte identifizieren.

In seinem Buch gibt Ole Harck vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erstmalig eine Gesamtübersicht über die eindeutig als jüdisch identifizierten archäologischen Funde des zentraleuropäischen Mittelalters und beleuchtet wichtige Funde der europäischen Antike.

Dublettenliste Mittelosteuropa

Nachstehend ein Hinweis auf die Dublettenliste Mittelosteuropa, über die Titel zur Geschichte und Kultur des osteuropäischen Judentums, vor allem aber zur NS-Verfolgungsgeschichte angeboten werden.  Auskünfte und die Zugangsdaten zum Blog, wenn Sie selbst dort Dubletten einstellen möchten, erhalten Sie bei der Bibliothek des Polnischen Instituts, Berlin

Spendenaufruf der Germania Judaica, Köln

Die Germania Judaica, Kölner Bibliothek zur Geschichte des deutschen Judentums e.V.  befindet sich aufgrund der desolaten Haushaltslage der Stadt Köln, die den Verein fördert, in finanzieller Not, was den Bucherwerb betrifft. Daher bittet sie um Spenden, Hinweise auf Sponsoren und vor allem aber um Buchgeschenke der von Ihnen verfassten oder herausgegebenen Schriften. Hier der Link zum Volltext des Spendenaufrufs.

JUDAICA Europeana

Im Rahmen der Veranstaltung „Digitaler Zugang zu Sammlungen des Jüdischen Kulturerbes in Deutschland“, die  am 15. März 2010 im Pergamonmuseum der Staatlichen Museen zu Berlin stattfand, wurde das Projekt JUDAICA Europeana vorgestellt. Dieses hat die Dokumentation der jüdischen Kultur in Europa zum Ziel und ist in das übergeordnete Europeana – Portal eingebunden, das einen zentralen Zugang auf Sammlungen der Archive, Bibliotheken und Museen Europas bieten soll.

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Dr.-Erich-Bloch-und-Lebenheim-Bibliothek der Israelitischen Kultusgemeinde Konstanz

Seit 1982 existiert in Konstanz, der größten Stadt am Bodensee, eine öffentliche Judaica-Bibliothek. Diese wurde von dem Historiker und Schriftsteller Dr. Erich Bloch und Else Levi-Mühsam aufgebaut und von Alfred Lebenheim finanziell unterstützt.

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