Dez

07

Sonderausstellung “Narrischkaiten” des Deutschen Fastnachtmuseums

Das Deutsche Fastnachtmuseum und der Förderverein Alte Synagoge in Kitzingen laden zur Sonderausstellung „Narrischkaiten“ ein. Die Ausstellung wird vom 14. März 2017 bis zum 12. Juli 2017 im DFM zu sehen sein. Für die Unterstützung bedanken wir uns bei der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken, der Stadt Kitzingen sowie der Sparkasse Mainfranken und der Volksbank Kitzingen.

Die Ausstellung ist der einzigartigen Verknüpfung von Karneval und jüdischen Festformen gewidmet. Insbesondere das Purim-Fest und die damit verbundene Esther-Geschichte nimmt in dieser Sonderausstellung eine zentrale Rolle ein. Die schöne Jüdin Esther wird vom persischen König zur Frau gewählt und muss ihr Volk vor dem hinterlistigen Wesir Haman retten, was der schlauen Esther auch gelingt. Zur Freude über dieses Ereignis feiern die Juden das Purim-Fest. Erwachsene und Kinder verkleiden sich an diesem Tag in traditionellen, aber auch karnevalesken Kostümen. Das Fastnachtmuseum zeigt, wie man das frohe Purimfest feiert – gestern wie heute. Sie können traditionelle Esther-Rollen, lärmende Ratschen, Photographien und historische Graphiken bestaunen. Besonders freuen wir uns, Ihnen das Puppentheater „bubales“ aus Berlin präsentieren zu dürfen, das die Esther-Geschichte mit liebevoll gestalteten Puppen lebendig werden lässt. Ein tolles Ereignis für Groß und Klein!

Für unsere jungen Besucher gibt es in der Ausstellung zudem eine Kinderecke mit einem Zelt, Kostümen zum Verkleiden und einem schönen Malbuch. So sollen sich unsere kleinen Gäste in den Orient und in die Esther-Geschichte versetzt fühlen.

Neben dem jüdischen Purim-Fest werden auch ausgewählte Biographien bedeutender jüdischer Karnevalisten beleuchtet. Zu ihnen gehören der Büttenredner Hans Tobar, der Gründer des Braunschweiger Karnevalsvereins Max Jüdel, der Gründer der Narrenzunft Breisach Louis Dreyfuss, Simon Oppenheim, die erste Kölner Prinzessin Venetia sowie der Veitshöchheimer Sitzungspräsident Albert Ehrhardt, die die deutsche Fastnacht mit ihrem Humor und Witz bereichert haben. Apropros Witz! Auch der berühmte jüdische Humor darf und wird bei der Sonderausstellung „Narrischkaiten“ nicht fehlen und sorgt für Erheiterung.

Auch sind klassische „Judenfiguren“ teil der Fastnacht. Das DFM hat hierzu handgefertigte Holzmasken ausgewählt, die zum traditionellen Maskenkorpus der Rhön zählen.

Wir freuen uns, Sie zu unserer Sonderausstellung „Narrischkaiten“ begrüßen zu dürfen!

Okt

10

Neue Publikation “Einführungen in die Materiellen Kulturen des Judentums”

 

Grafik Cover

Nathanael Riemer (Hg.):

Einführungen in die Materiellen Kulturen des Judentums

Wiesbaden 2016; Harrassowitz (Jüdische Kultur 31). 261 Seiten, 119 Abbildungen, Hardcover, 170×240 mm

ISBN 978-3-447-10608-5; E-Book: ISBN 978-3-447-19515-7

je € 29,80 (D)

Während den materiellen Kulturen seit einigen Jahren in den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen große Beachtung zuteilwird, befindet sich die Erforschung der Dingwelten des Judentums noch in ihren Anfängen. Bislang standen überwiegend wertvolle Einzelstücke im Fokus, die eng an den Ritus gebunden sind.

Der Sammelband möchte durch den Ansatz der Materiellen Kulturen neue und umfassendere Zugänge zur jüdischen Kultur und Religion entwickeln. Seine Beiträge rücken vor allem die Alltagskultur der jüdischen Landbevölkerung Deutschlands in den Fokus, denn dort schlägt sich die von lokalen Traditionen geprägte Frömmigkeit am deutlichsten nieder. Nach Darstellungen über Handelswaren als Dinge des Erwerbslebens und die Materialität des jüdischen Hauses werden Aspekte der Ritualbäder (Mikwen) erörtert, die das jüdische Familienleben überhaupt erst ermöglichen. Bekanntere Objektgruppen des Ritus („Judaica“), besonders jedoch Thorawickelbänder (Mappot) binden Familie und Individuum in die Gemeinde ein. Die Dinge der Synagoge mit ihren bislang wenig untersuchten Genisot (Repositorien) sind religiös-soziokulturelle Erinnerungszeichen und machen historische Wandlungsprozesse greifbar. Dies gilt in besonderer Weise auch für jüdische Friedhöfe und ihre Grabsteine – keine anderen materiellen Zeugnisse jüdischen Lebens sind von so hohem Alter und in einer solchen Zahl auch nur annähernd erhalten.

Der Sammelband richtet sich in gleicher Weise an Forscher geisteswissenschaftlicher Disziplinen, Kulturmultiplikatoren und Studierende, die angeregt durch die medialen Umbrüche zunehmend nach Greifbarkeit und Konkretisierung theoretischen Wissens verlangen.

Weitere Informationen unter: http://www.harrassowitz-verlag.de/title_1701.ahtml?NKLN=420_A

Mai

31

Katalogisierung von Hebraica

Ein kurzer Überblick über die Katalogisierung von hebräisch-schriftlichen Medien in Bibliothekskatalogen des deutsch-sprachigen Raums für alle jene, die nach hebräischen und jiddischen Titeln recherchieren und/oder am Anfang der Katalogisierung von Hebraica und Jiddica stehen. Er basiert vor allem auf den Ausführungen des Sondersammelgebiets Judentum/Israel an der Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg in Frankfurt zur Umschrift des Hebräischen und Jiddischen. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Umschriften des Hebräischen in Bibliothekskatalogen des deutschen Sprachraums finden Sie auch in Tabellenform zusammengefasst auf den Internetseiten der ULB-Halle.

Anmerkungen, Korrekturen und Ergänzungen bitte an: Susanne Marquardt

Mai

30

Graue Literatur in der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin

Die Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin sucht im Rahmen des DFG-Projekts
“Retrospektive Bestandsergänzung und Tiefenerschließung der Bestände zur bildenden und angewandten Kunst, visuellen und materiellen Kultur” nach sogenannter grauer Literatur, d.h. Publikationen, die nicht im Buchhandel erscheinen.

Langfristiges Ziel des Projekts ist der Aufbau eines möglichst vollständigen
Bestandes an Ausstellungspublikationen zu jüdischen Themen.

Weitere Informationen finden Sie bitte in unser Brochüre “Graue Literatur in der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin.” Falls Sie Exemplare aus dem Bereich der grauen Literatur zu unserem Bestand beitragen können oder Hinweise haben, wenden Sie sich bitte an:

Lea Weik
Bibliothek/DFG-Projekt
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14
10969 Berlin
Tel.: +49 – (0)30-25993-451
E-Mail: l.weik@jmberlin.de

 

Mai

27

Treffen der AG Jüdische Sammlungen vom 6. – 9. September 2016 in Berlin

Programm_AG_Jüdische_Sammlungen_final

Vom 6. bis 9. September 2016 werden wir uns in Berlin treffen und an drei verschiedenen Orten tagen. In diesem Jahr begehen wir auch das 40 jährige Bestehen dieser Arbeitsgemeinschaft. Am Vormittag des 7.9. werden sich u.a. die Sammlungsabteilung und ausgewählte Projekte des Jüdischen Museums Berlin vorstellen.

  • 6. und 7.9.2016 – Jüdisches Museum Berlin
  • 8.9. 2016 – Topographie des Terrors
  • 9.9. 2016 – Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum

Anbei finden Sie / findet ihr die wichtigsten Informationen zur Anmeldung und Hinweise auf Hotels, mit denen das Jüdische Museum Berlin günstige Konditionen vereinbart hat.

Wir möchten Sie / euch bitten, bis zum 30. Juni 2016 Ihre / eure Teilnahme zu bestätigen und den Titel Ihrer / eurer Vorträge bekanntzugeben.

Einige Adressat*innen sind wegen falscher oder nicht mehr gültiger E-Mail-Adressen nicht erreicht worden. Wir freuen uns über Korrekturen und / oder Hinweise auf Adressänderung. Wer vergessen wurde, oder ebenfalls angemeldet werden möchte, melde sich unter:

ag-juedischesammlung@jmberlin.de

oder per Fax unter der Nr.: (+49)-30-25993-409

 

Jan

11

Neu: Ergänzungsfach “Jüdische Musikstudien”

Zum Wintersemester 2016/17 wird erstmals das Ergänzungsfach “Jüdische Musikstudien” im Masterstudiengang “Musikforschung und Musikvermittlung” der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH) belegbar sein.

  • Wie war und ist jüdische Musik in unterschiedliche Kulturen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart eingebunden?
  • Wie ist jüdische Musik in immer wieder neu konstruierten Bildern und Vorstellungen sichtbar?
  • Auf welche Weise wird jüdische Musik überliefert, umgeformt und interpretiert?

Ziel des Ergänzungsfachs ist der Erwerb vertiefter Kenntnisse über Praxis und Ergebnisse bisheriger und aktueller Forschung im Bereich der jüdischen Musik sowie der Kompetenz zur selbstständigen musikwissenschaftlichen/-ethnologischen Bearbeitung von Themenfeldern, die die jüdische Musik betreffen. Aber auch die Konzeption, Organisation, Durchführung und Vermittlung künstlerisch-wissenschaftlicher Projekte zu jüdischer Musik u. v. m. sind Teil der Qualifikationsziele.

Weitere Informationen zum Studiengang, der Bewerbung und den Aufnahmebedingungen unter www.hmtm-hannover.de.

Kontakt:

Europäisches Zentrum für Jüdische Musik
Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
Direktorin Prof. Dr. Sarah M. Ross
Villa Seligmann
Hohenzollernstraße 39
30161 Hannover

www.ezjm.hmtm-hannover.de

 

Okt

12

Pressemitteilung zur Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Sammlungen in Deutschland“ in Leipzig, 8. bis 11. September 2015

Veranstalter

- Deutsche Nationalbibliothek, Anne-Frank-Shoah-Bibliothek

- Ephraim Carlebach Stiftung

- Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

73 Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA trafen sich vom 8. bis 11. September in Leipzig. In der „Arbeitsgemeinschaft Jüdische Sammlungen“ standen Fachgespräche über neue Projekte und Forschungsprobleme auf der Tagungsordnung. Großes Interesse zeigten die Teilnehmer für die jüdische Geschichte Leipzigs und Erinnerungsorte, die bei Führungen und Stadtrundgängen vorgestellt wurden.

 Vertreter von etwa 50 Bibliotheken, Archiven, Museen und Gedenkstätten zur jüdischen Geschichte diskutierten in diesem Jahr unter anderem Aktualisierungen des Urheberrechts. Durch neue Regelungen wird der Zugang zu digitalen historischen Büchern, Zeitschriften oder Filmen im Internet oft erschwert. Dadurch müssen für Forschung und Bildungsarbeit teilweise neue Wege gesucht werden.

Ein weiteres Thema war die jüdische Geschichte von Leipzig.

Die Teilnehmer lernten die Anne-Frank-Shoah-Bibliothek in der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig kennen. Sie begaben sich mit der Ephraim-Carlebach-Stiftung auf jüdische Spuren in der Innenstadt und besuchten den Alten Jüdischen Friedhof. Den Abschluss bildete das Stadtgeschichtliche Museum mit seiner Datenbank der Leipziger Holocaust-Opfer und seiner Jüdischen Sammlung.

 

 

Sep

17

Neue Publikation des EZJM

Orgel-ad-libitum

Martha Stellmacher,
unter Mitarbeit von Barbara Burghardt:

„Orgel ad libitum“.
Einblicke in die Musik der Reformsynagogen am Beispiel der
„Sammlung Oberkantor Nathan Saretzki“.

Herausgegeben vom Europäischen Zentrum für Jüdische Musik (EZJM)
der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Hannover: Wehrhahn-Verlag 2015.
96 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-86525-428-3
Preis: 16,00 €

Orgelklang in der Synagoge – das war eine der vielen Neuerungen der jüdischen Reformbewegung des 19. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammen Werke von Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Adolf Grünzweig und anderen heute wiederentdeckten Komponisten. Die hier beschriebenen 16 Notenbände konnte der Oberkantor Nathan Saretzki während der Novemberpogrome 1938 aus seinem Notenfundus aus der brennenden Hauptsynagoge in Frankfurt retten. Durch den Einsatz mutiger Mitmenschen überstanden die Bände die Zeit des Nationalsozialismus und gelangten auf ungewöhnlichem Wege 1998 nach Hannover ins Europäische Zentrum für Jüdische Musik, wo sie inzwischen für die musikwissenschaftliche Forschung zugänglich gemacht wurden.

Detaillierte Beschreibungen der Bände und biographische Hinweise zu den Komponisten ermöglichen einen Einblick in das musikalische Spektrum der Musik der Reformsynagoge. Der Katalog wird ergänzt durch Kapitel und Exkurse, die in Geschichte und Einzelaspekte der synagogalen (Reform-)Musik einführen.

Anhand der „Sammlung Oberkantor Nathan Saretzki“ zeigt sich, stellvertretend für zahlreiche andere entdeckte und unentdeckte Schätze, der wissenschaftliche ebenso wie der immatierielle Wert einer solchen Sammlung.

weitere Informationen unter: www.ezjm.hmtm-hannover.de

Aug

24

Das Leo Baeck Institut zu Besuch in Leipzig

Das Leo Baeck Institute New York | Berlin hat Ende Juni im Rahmen der Jüdischen Woche 2015 in der Stadtbibliothek Leipzig die Ausstellung:

“In unserer Mitte. Aspekte Jüdischen Lebens in Leipzig in der Neuzeit”

eröffnet. Diese Austellung konnte bis zum 8. September verlängert werden und ist während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek zu sehen (Dienstags z.B. von 10 – 19 Uhr).

Weitere Informationen unter: https://www.lbi.org/deutsch/ausstellungen/

 

 

 

Jun

08

Jahrestagung der AG „Jüdische Sammlungen“ in Leipzig

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft „Jüdische Sammlungen in Deutschland“ findet vom 8. bis 11. September 2015 in Leipzig statt. Veranstalter sind die Deutsche Nationalbibliothek mit der Anne-Frank-Shoah-Bibliothek, die Ephraim- Carlebach-Stiftung und das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig.rog

Anbei erhalten Sie das Programm und das Anmeldeformular. Wir bitten Sie um Ihre verbindliche Anmeldung bis zum 30. Juni 2015.

Für Übernachtungen im “Motel One” wurde ein Abrufkontingent vereinbart, bitte übernehmen Sie Ihre Zimmerbuchung selbst.

Wir freuen uns auf zahlreiche Rückmeldungen!

Mit freundlichen Grüßen

i.A.

Barbara Trettner, Deutsche Nationalbibliothek Leipzig / Anne-Frank-Shoah-Bibliothek

Dr. Kerstin Plowinski, Ephraim Carlebach Stiftung Leipzig

Dr. Johanna Sänger, Kuratorin Stadt- und Landesgeschichte ab 1800, Stadt Leipzig, Stadtgeschichtliches Museum Leipzig