Katalogisierung von Hebraica

Ein kurzer Überblick über die Katalogisierung von hebräisch-schriftlichen Medien in Bibliothekskatalogen des deutsch-sprachigen Raums für alle jene, die nach hebräischen und jiddischen Titeln recherchieren und/oder am Anfang der Katalogisierung von Hebraica und Jiddica stehen. Er basiert vor allem auf den Ausführungen des Sondersammelgebiets Judentum/Israel an der Universitätsbibliothek J.C. Senckenberg in Frankfurt zur Umschrift des Hebräischen und Jiddischen. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Umschriften des Hebräischen in Bibliothekskatalogen des deutschen Sprachraums finden Sie auch in Tabellenform zusammengefasst auf den Internetseiten der ULB-Halle.

Anmerkungen, Korrekturen und Ergänzungen bitte an: Susanne Marquardt

Graue Literatur in der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin

Die Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin sucht im Rahmen des DFG-Projekts
„Retrospektive Bestandsergänzung und Tiefenerschließung der Bestände zur bildenden und angewandten Kunst, visuellen und materiellen Kultur“ nach sogenannter grauer Literatur, d.h. Publikationen, die nicht im Buchhandel erscheinen.

Langfristiges Ziel des Projekts ist der Aufbau eines möglichst vollständigen
Bestandes an Ausstellungspublikationen zu jüdischen Themen.

Weitere Informationen finden Sie bitte in unser Brochüre „Graue Literatur in der Bibliothek des Jüdischen Museums Berlin“. Falls Sie Exemplare aus dem Bereich der grauen Literatur zu unserem Bestand beitragen können oder Hinweise haben, wenden Sie sich bitte an:

Lea Weik
Bibliothek/DFG-Projekt
Stiftung Jüdisches Museum Berlin
Lindenstr. 9-14
10969 Berlin
Tel.: +49 – (0)30-25993-451
E-Mail: l.weik@jmberlin.de

 

Neue Publikation des EZJM

Martha Stellmacher, unter Mitarbeit von Barbara Burghardt

„Orgel ad libitum“                                                                                                    Einblicke in die Musik der Reformsynagogen am Beispiel der „Sammlung Oberkantor Nathan Saretzki“

»Orgel ad libitum«

Herausgegeben vom Europäischen Zentrum für Jüdische Musik (EZJM)
der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.
Hannover: Wehrhahn-Verlag 2015.
96 Seiten, Broschur
ISBN 978-3-86525-428-3
Preis: 16,00 €

Orgelklang in der Synagoge – das war eine der vielen Neuerungen der jüdischen Reformbewegung des 19. Jahrhunderts. Aus dieser Zeit stammen Werke von Louis Lewandowski, Salomon Sulzer, Adolf Grünzweig und anderen heute wiederentdeckten Komponisten. Die hier beschriebenen 16 Notenbände konnte der Oberkantor Nathan Saretzki während der Novemberpogrome 1938 aus seinem Notenfundus aus der brennenden Hauptsynagoge in Frankfurt retten. Durch den Einsatz mutiger Mitmenschen überstanden die Bände die Zeit des Nationalsozialismus und gelangten auf ungewöhnlichem Wege 1998 nach Hannover ins Europäische Zentrum für Jüdische Musik, wo sie inzwischen für die musikwissenschaftliche Forschung zugänglich gemacht wurden.

Detaillierte Beschreibungen der Bände und biographische Hinweise zu den Komponisten ermöglichen einen Einblick in das musikalische Spektrum der Musik der Reformsynagoge. Der Katalog wird ergänzt durch Kapitel und Exkurse, die in Geschichte und Einzelaspekte der synagogalen (Reform-)Musik einführen.

Anhand der „Sammlung Oberkantor Nathan Saretzki“ zeigt sich, stellvertretend für zahlreiche andere entdeckte und unentdeckte Schätze, der wissenschaftliche ebenso wie der immatierielle Wert einer solchen Sammlung.

weitere Informationen unter: www.ezjm.hmtm-hannover.de

Neue Publikation der Bet Tfila

In der vergangenen Woche ist der Band 7 der Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa erschienen.

Ole Harck

Archäologische Studien zum Judentum in der europäischen Antike und dem zentraleuropäischen Mittelalter
Schriftenreihe der Bet Tfila – Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa, Band 7
hg. von Aliza Cohen-Mushlin und Harmen H. Thies
21 x 26 cm, 656 Seiten, 195 Abbildungen, Hardcover
Petersberg: Imhof, 2014
ISBN: 978-3-7319-0078-8; 69,– €

In den Siedlungen und Städten der europäischen Antike und des zentraleuropäischen Mittelalters bildeten Juden eine Minderheit in der heidnischen bzw. christlichen Mehrheitsbevölkerung. Die meisten materiellen Zeugnisse jüdischen Lebens unterscheiden sich jedoch kaum von vergleichbaren archäologischen Funden. Allein die Kultbauten wie Synagogen und Ritualbäder weisen spezifisch andere Bauweisen auf. Bei den jüdischen Grabanlagen zeigen sich seit der Antike Eigenentwicklungen, die erst im Mittelalter abgeschlossen wurden. Darüber hinaus verwendeten die Juden einige wenige besonders gefertigte liturgische Geräte, deren Symbole und hebräische Inschriften sie als jüdische Ritualobjekte identifizieren.

In seinem Buch gibt Ole Harck vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel erstmalig eine Gesamtübersicht über die eindeutig als jüdisch identifizierten archäologischen Funde des zentraleuropäischen Mittelalters und beleuchtet wichtige Funde der europäischen Antike.

Dublettenliste Mittelosteuropa

Nachstehend ein Hinweis auf die Dublettenliste Mittelosteuropa, über die Titel zur Geschichte und Kultur des osteuropäischen Judentums, vor allem aber zur NS-Verfolgungsgeschichte angeboten werden.  Auskünfte und die Zugangsdaten zum Blog, wenn Sie selbst dort Dubletten einstellen möchten, erhalten Sie bei der Bibliothek des Polnischen Instituts, Berlin